Forum Erinnern Plattform für Erinnerungsarbeit in Bayern

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Themen & Ideen
Vor der Deportation: Verbot des Schulbesuchs, später begrüßt als „alte Bekannte“

Die Elisabeth-Block-Schule in Rosenheim erinnert jedes Jahr an das Schicksal ihrer Namensgeberin. 2025 geschah dies mit einer Theateraufführung des Jungen Theaters Rosenheim. „Ich werde, hoffe ich…“ lautet der Titel des Stücks, das Auszüge der Tagebücher von Anne Frank und Elisabeth Block präsentiert.
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Mai
21
Do.
Nürnberg, Rundgang: Das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Geländebegehung
Mai 21 um 10:30
Das ehemalige Reichsparteitagsgelände umfasst die bedeutendsten Relikte nationalsozialistischer Architektur in Deutschland. Der Rundgang über das weitläufige Areal erklärt nicht nur die größenwahnsinnige Kulissenarchitektur und die Funktion der Reichsparteitage als gigantische Propagandaschau, sondern erläutert auch Nürnbergs Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe. Treffpunkt Vor dem Kassencontainer des Dokuzentrums, Bayernstr. 110, Nürnberg Kosten 12 Euro Veranstalter Geschichte Für Alle e.V. Anmeldung und weitere Informationen www.geschichte-fuer-alle.de
Nürnberg, Rundgang: Das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Geländebegehung
Mai 21 um 14:00

Das ehemalige Reichsparteitagsgelände umfasst die bedeutendsten Relikte nationalsozialistischer Architektur in Deutschland. Der Rundgang über das weitläufige Areal erklärt nicht nur die größenwahnsinnige Kulissenarchitektur und die Funktion der Reichsparteitage als gigantische Propagandaschau, sondern erläutert auch Nürnbergs Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe.

Treffpunkt
Vor dem Kassencontainer des Dokuzentrums, Bayernstr. 110, Nürnberg

Kosten
12 Euro

Veranstalter
Geschichte Für Alle e.V.

Anmeldung und weitere Informationen
www.geschichte-fuer-alle.de

Stein bei Aschau i. Chiemgau: Stolpersteinverlegung
Mai 21 um 15:00

In Stein 12 bei Aschau i. Chiemgau (Landkreis Rosenheim) wird der Künstler Gunter Demnig am Donnerstag 21.05.2026,  15.00 Uhr, fünf Stolpersteine am Wanderweg Aschau – Sachrang auf Privatgrund verlegen. Der Gemeinderat Aschau  hatte einer Verlegung auf öffentlichem Grund nicht zugestimmt. Die Veranstalter freuen sich daher umso mehr, dass ein Mitglied des neuen Gemeinderats bei der Verlegung sprechen wird.

Der Künstler Gunter Demnig verlegt dort einen Stolperstein für Johanna Weißensteiner, die als Widerstandskämpferin der „Roten Kapelle“ 1942-43 Gestapohaft erleiden musste, jedoch die NS-Zeit überlebte. Die Enkelin Johanna Stegherr wird über das Schicksal ihrer Großmutter berichten.

Zwei weitere Steine werden für Ludolf und Elisabeth Bodmer verlegt. Der Opernsänger Ludolf Bodmer wurde 1933 als „Jude“ vom Stadttheater Dortmund entlassen. Zusammen mit seiner nichtjüdischen Frau Elisabeth, ebenfalls Opernsängerin, zog er sich in das „Margaretenhäusl“ in Sachrang, Ortsteil Grattenbach, zurück, das sie 1931 erworben hatten. Er musste den Entzug von Eigentum und Vermögen erleben und entging knapp der Deportation. Dann verstarb er seelisch zerstört und körperlich entkräftet am 2.12.1943. Seine Frau überlebte die NS-Zeit.

Zwei weitere Steine ehren Ingrid Dybwad und ihre Schwester Gudny Dybwad. Ingrid Dybwad wurde als „Jüdin“ 1934 beim Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD in Berlin entlassen, wo sie das Akademische Hauptreferat leitete und damit eine wichtige Position in der Betreuung von Stipendiaten innehatte. Sie zog 1935 auf den Berghof Hochleit bei Sachrang, wo sie 1940 plötzlich verstarb. Nach ihrem Tod führte ihre Schwester Gudny Dybwad das Anwesen weiter, die in Folge der NS-Gesetze ihre Goldschmiedewerkstatt in Berlin 1936 aufgeben musste. Sie überlebte die NS-Zeit in Sachrang.

Stolpersteine werden von dem Künstler Gunter Demnig seit fast dreißig Jahren für die Opfer des NS- Terrors verlegt. Mit über 120.000 Steinen ist das Projekt das größte Flächendenkmal der Welt. Die Steine werden in den Gehweg plan eingesetzt; „man stolpert nicht mit den Füßen, sondern mit dem Herzen.“

Veranstalter und weitere Informationen
Initiative Erinnerungskultur – Stolpersteine für Rosenheim
www.stolpersteine-rosenheim.de

 

Berchtesgaden, Dokumentation Obersalzberg: „Verbotene Beziehungen im Nationalsozialismus. Weibliche Homosexualität“
Mai 21 um 19:00

Obersalzberger Gespräch

Die Historikerin Natascha Bobrowsky macht in ihrem Buch „Verbotene Beziehungen. Weibliche Homosexualität im nationalsozialistischen Österreich“ bisher kaum beachtete Verfolgungsgeschichten sichtbar. Die Autorin spricht über ihr Buch, ordnet im Gespräch mit Sarah Thome die Verfolgung der betroffenen Frauen im Nationalsozialismus historisch ein und reflektiert ihre Bedeutung für die Gegenwart.

Erst seit 2005 werden in Österreich Menschen, die als homosexuell verfolgt wurden, offiziell als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt. Die Lebensgeschichten von Frauen, die zwischen 1938 und 1945 aufgrund gleichgeschlechtlicher Handlungen, die in Österreich nach Paragraf 129 Ib StG angeklagt, verurteilt und inhaftiert wurden, sind kaum erforscht. Im Unterschied zu Deutschland stellte der Paragraf gleichgeschlechtliche Beziehungen sowohl zwischen Männern als auch zwischen Frauen unter Strafe.

In ihrem Buch rekonstruiert die Autorin anhand von Gerichtsakten die Lebenszusammenhänge und Beziehungen der betroffenen Frauen. Sie fragt danach, wie diese sich kennenlernten, miteinander kommunizierten und ihre Beziehungen gestalteten – und macht damit Geschichten sichtbar, die lange ungehört geblieben sind.

Anhand solcher Biografien diskutieren Natascha Bobrowsky (Universität Wien) und Sarah Thome (HOSI Salzburg – Interessensvertretung von LGBTIQA+-Personen) die zentralen Fragen des Buches: Welche Folgen hatten die Verurteilungen für die betroffenen Frauen? Wie gestaltete sich ihre Situation in Konzentrationslagern? Und wie lassen sich Dokumente, die aus der Täter*innenperspektive verfasst wurden, heute kritisch lesen?
Zugleich wird ein Bogen in die Gegenwart geschlagen: Welche Bedeutung haben diese verdrängten Geschichten für heutige Debatten über Erinnerungskultur, Sichtbarkeit und die Rechte von LGBTQIA+-Personen?

Die Veranstaltung wird durch Tanzperformances von Studierenden des Orff-Instituts der Universität Mozarteum Salzburg künstlerisch ergänzt.

Veranstalter
Dokumentation Obersalzberg in Kooperation mit der HOSI Salzburg – Interessensvertretung von LGBTIQA+-Personen.

 Eintritt frei

Anmeldung
Um Anmeldung per E-Mail an  anmeldung@obersalzberg.de wird gebeten.

Weitere Informationen
www.obersalzberg.de

Flossenbürg, KZ-Gedenkstätte: „Einer von euch sein“. Figurentheater
Mai 21 um 19:00

Was muss ich für ein Mensch sein, damit ich wach bleibe und mich Widerstand traue? Muss ich von Menschen umgeben sein, die Widerstand leisten oder schaffe ich das auch alleine?

Die Puppenspielerinnen Susi Claus und Astrid Endruweit aus Berlin nähern sich mit dem Stück EINER VON EUCH SEIN der Lebensrealität junger Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven, wie beispielsweise Freundschaften über die „rassischen Grenzen“ hinweg oder den Widerstand durch zivilen Ungehorsam eingenommen.

Veranstalter
KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Ort
Im ehem. Verwaltungsgebäude im Steinbruchgelände, Wurmsteinweg 7, Flossenbürg

Eintritt frei

Weitere Informationen
https://www.gedenkstaette-flossenbuerg.de/de/besuch/veranstaltungen/figurentheater

Mai
22
Fr.
Surberg, Kirchplatz: Stolpersteinverlegung
Mai 22 um 10:00

Am 22.5.2026 wird um 10 Uhr ein Stolperstein für Ernestine Reinhardt in 83362 Surberg, Kirchplatz, verlegt.

Ernestine Reinhardt wurde als Sinteza von den Nationalsozialisten rassistisch verfolgt. Sie lebte damals in Wiesen 3 in der Gemeinde Surberg. Als junge Frau musste sie in mehreren Konzentrationslagern unter lebensgefährlichen Umständen Zwangsarbeit verrichten. Ende 1944 wurde sie entlassen und lebte fortan in Oberbayern, wo sie eine Familie gründete. Sie starb am 5. April 2000 im Alter von 74 Jahren.

Veranstalter und weitere Informationen
Initiative Erinnerungskultur – Stolpersteine für Rosenheim
www.stolpersteine-rosenheim.de

Nürnberg, Rundgang: Das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Geländebegehung
Mai 22 um 10:30

Das ehemalige Reichsparteitagsgelände umfasst die bedeutendsten Relikte nationalsozialistischer Architektur in Deutschland. Der Rundgang über das weitläufige Areal erklärt nicht nur die größenwahnsinnige Kulissenarchitektur und die Funktion der Reichsparteitage als gigantische Propagandaschau, sondern erläutert auch Nürnbergs Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe.

Treffpunkt
Vor dem Kassencontainer des Dokuzentrums, Bayernstr. 110, Nürnberg

Kosten
12 Euro

Veranstalter
Geschichte Für Alle e.V.

Anmeldung und weitere Informationen
www.geschichte-fuer-alle.de

Nürnberg, Rundgang: Das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Geländebegehung
Mai 22 um 14:00

Das ehemalige Reichsparteitagsgelände umfasst die bedeutendsten Relikte nationalsozialistischer Architektur in Deutschland. Der Rundgang über das weitläufige Areal erklärt nicht nur die größenwahnsinnige Kulissenarchitektur und die Funktion der Reichsparteitage als gigantische Propagandaschau, sondern erläutert auch Nürnbergs Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe.

Treffpunkt
Vor dem Kassencontainer des Dokuzentrums, Bayernstr. 110, Nürnberg

Kosten
12 Euro

Veranstalter
Geschichte Für Alle e.V.

Anmeldung und weitere Informationen
www.geschichte-fuer-alle.de

Mai
23
Sa.
Nürnberg, Rundgang: Das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Geländebegehung
Mai 23 um 10:30

Das ehemalige Reichsparteitagsgelände umfasst die bedeutendsten Relikte nationalsozialistischer Architektur in Deutschland. Der Rundgang über das weitläufige Areal erklärt nicht nur die größenwahnsinnige Kulissenarchitektur und die Funktion der Reichsparteitage als gigantische Propagandaschau, sondern erläutert auch Nürnbergs Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe.

Treffpunkt
Vor dem Kassencontainer des Dokuzentrums, Bayernstr. 110, Nürnberg

Kosten
12 Euro

Veranstalter
Geschichte Für Alle e.V.

Anmeldung und weitere Informationen
www.geschichte-fuer-alle.de

Nürnberg: Bus-Video-Tour über das ehemalige Reichsparteitagsgelände
Mai 23 um 11:00 – 12:00

Ganze elf Quadratkilometer umfasste das ehemalige Reichsparteitagsgelände – der Ort, an dem die Nationalsozialisten jährlich ein aufwändiges Propagandaspektakel veranstalteten. Die Rundfahrt über das weitläufige Areal erklärt die überwältigende Kulissenarchitektur, die Funktion der Reichsparteitage und den Umgang Nürnbergs mit dem nationalsozialistischen Erbe. Während der Bustour werden zahlreiche historische Filmaufnahmen vorgeführt, die aufzeigen, was an den einzelnen Orten stattgefunden hat und wie die Veranstaltungen systematisch inszeniert wurden.

Veranstalter
Geschichte Für Alle e.V. in Kooperation mit Schielein Reisen

Weitere Informationen
https://www.geschichte-fuer-alle.de/stadtrundgaenge/einzeltickets-nuernberg/#!/e/711f77970ebe73bd765ef574737087c8

Treffpunkt
Vor dem neuen Kassencontainer des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände

Dauer
1 Stunde

Kosten
14 Euro, ermäßigt 13 Euro

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