Derzeit wird intensiv und kontrovers diskutiert, ob Traumata bei Opfern des Nationalsozialismus, zum Beispiel KZ-Häftlingen, über biologische Veränderungen beim Ablesen des Erbguts an ihre Nachkommen weitergegeben werden.
Elisabeth Binder, Direktorin des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München, ist weltweit führend in der Erforschung von Gen-Umwelt-Interaktionen. In einem Vortrag gibt die Ärztin und Neurowissenschaftlerin spannende Einblicke in ihre Forschung und zeigt den aktuellen Wissensstand auf. Im Anschluss wird das Thema mit dem Psychologen Jürgen Müller-Hohagen diskutiert. Er befasst sich seit Jahrzehnten innerhalb der psychotherapeutischen Arbeit mit Nachwirkungen von NS-Zeit und Zweitem Weltkrieg auf nachfolgende Generationen.
Fragen können auch bereits vorab per Mail an verein-zum-beispiel-dachau@web.de eingereicht werden.
Referenten
Elisabeth Binder, Jürgen Müller-Hohagen, Valeska Becker, Dietmar Kafmann