Im Jahr 1937 wurde René Kaufmann in Belgien geboren. Seine Eltern waren bereits kurz nach Hitlers Machtantritt von Nazi-Deutschland aus zunächst in die Niederlande und später nach Belgien gezogen, wo René aufwuchs. Sein Vater war jüdisch, seine Mutter katholisch. Als die Wehrmacht im Jahr 1940 Belgien besetzte, wurde Renés Familie von den Nationalsozialisten verfolgt. Sein Vater versteckte sich in den Ardennen, und wurde Opfer eines medizinischen Experiments durch einen Arzt. René und seine beiden Geschwister waren ständiger Gefahr ausgesetzt, als Kinder eines jüdischen Vaters enttarnt zu werden.
Der kleine René musste mit ansehen, wie seine Mutter wurde von den Nationalsozialisten schwer misshandelt wurde, da sie das Versteck des Vaters nicht preisgeben wollte. Auch erlebte er mit, wie seiner Tante vom Fahrrad gerissen und verschleppt wurde. Sie und beinahe der gesamte jüdische Teil der Familie wurde deportiert und im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet.
René Kaufmann lebt heute in Bayern. Er spricht Flämisch, Französisch und Deutsch.
Moderation: Birgit Mair.
Veranstalter
Georg-von-Vollmar-Akademie in Kooperation mit dem Studentenwohnheim Geschwister Scholl e.V.
Ort
München, Geschwister-Scholl-Wohnheim, Steinickeweg 7
Eintritt frei
Weitere Informationen und Anmeldung
Georg-von-Vollmar-Akademie